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Keiner kann mir helfen...

Ich komme nicht klar, ich bin nie klar gekommen und ich werde auch nie klar kommen mit meinem Leben. Alles ist versaut.

Vielleicht gibt es auch schlimmere Schicksale, aber ich empfinde meins trotzdem als sehr schlimm und kann überhaupt nicht damit umgehen.

Ich bin ein Scheidungskind, mann. Ein Einzelkind noch dazu. Und meine "Eltern" hat das nie gekratzt. Die Scheidung ist jetzt 15 Jahre her. Da sollte man doch mittlerweile mal alles verdaut haben. Hab ich aber nicht. Weil sich nie jemand um mich gekümmert hat in der Zeit, vor allem in der Zeit als das alles passierte. Ich durfte bloß immer die Kleinkriege zwischen meiner Mutter, ihrem anderen Kerl und meinem Vater ausbaden.

Mein Vater kam sonntags um mich abzuholen, weil er mich sehen wollte und meine Mutter hat einfach nicht aufgemacht oder direkt gesagt, dass er mich nicht kriegt. Was sollte das denn? Sie hat immer nur schlecht von ihm geredet und auch heute kommt noch nix besseres. Wenn er so scheiße ist oder war, warum hat sie sich dann ein Kind von ihm machen lassen? Diese alte Schlampe. Hat einfach nicht genug vom Ficken gekriegt. Ein wahres Wunder, dass es wirklich nur bei mir geblieben ist. Warum hat sie mich bekommen??? Ein Wunschkind war ich mit Sicherheit nicht, darauf wette ich alles was ich habe. Sie war 20 als sie schwanger wurde und 21 als ich kam. Ich wollte ja gar nciht kommen. 24h Wehen und dann mussten sie mich doch per Kaiserschnitt holen. So hab ich mich gewehrt. Hätte sie mich nur nie bekommen. Warum kriegt man ein Kind wenn man nicht reif dafür ist.

Mein Freund hat seine Eltern noch beide zusammen. Ich krieg jedes Mal Zustände, wenn ich dieses Familienglück sehe. Ich komm darauf gar nicht klar. Da werd ich sowas von eifersüchtig. Und damit bin ich bei dem Grund, warum ich jetzt diesen Eintrag verfasse.

Ich habe keinen guten Draht zu meiner Mutter oder meinem Vater. Mein Freund wohnt ja jetzt die Woche über wieder bei seinen Eltern. Da kann sich die Mama wieder ausgiebig um ihren Kleinen kümmern. Essen gehen, an den See fahren, shoppen. Mir kommt gleich die Galle hoch.  Die macht alles für ihn, er braucht sich um nix kümmern. Die bezahlen ihm sein Auto komplett, Versicherung, Reparaturen, Steuern, der Tank wird auch öfters mal voll gemacht. Und Taschengeld gibts auch. Ok, da sag ich noch nix, von mir aus können sie das machen. Mich kotzt es einfach nur an, dass ich hier alleine bin und niemanden habe und er sich dort mit Mutti ne geile Zeit macht.

Ich hatte ja letztens 3 Wochen Urlaub. Da war ich mit unten bei seinen Eltern. 2 Wochen davon waren die zum Glück nicht da. Aber da hat er komischerweise kaum Zeit gehabt für mich. Und kaum bin ich weg, kommt er jeden Tag wieder pünktlich von der Arbeit und macht sich nen Bunten. Mein Urlaub war total versaut und eigentlich nur für die Tonne.

Mein Verstand sagt mir zwar, dass es keinen Grund gibt, mich aufzuregen, aber ich rege mich auf. Mein Herz brennt. Lichterloh. Es schmerzt einfach so sehr, das alles mit ansehen zu müssen und selber nie sowas gehabt zu haben und auch nie zu haben in Zukunft. Ich gönne es ihm ja. Aber ich will es selber auch. Die Wunde reißt jedes mal wieder neu auf. Immer und immer wieder. Ich weiß nicht wie ich diesen seelischen Defekt jemals beheben soll.

Würde ich mich wegen dieser Eifersuchtssache von ihm trennen, würde ich nur wieder weglaufen vor dem Problem. Ich kann es immer weiter aushalten, aber das schafft auch noch keine Lösung. Meine ständigen Depris deswegen schaden der Beziehung ohnehin. Ich weiss nicht was ich machen soll.

Ein paar Optionen habe ich, die vielleicht helfen. Aber ob sie das Problem lösen glaub ich nicht.
Ich könnte einerseits den Kontakt zu meiner "Familie" abbrechen, ohne Kompromisse, ohne weitere Erläuterungen. Einfach vergessen.
Andererseits könnte ich Briefe schreiben an meine "Eltern", wo ich denen mein Leid erzähle, in der Hoffnung, dass sie sich jetzt mehr kümmern und versuchen, es wieder gut zu machen. Meines Erachtens bringt dies aber nicht sehr viel.
Was bleibt noch? Ein Psychodoc? Was soll der denn machen??

Das bringt doch alles nix. Ich habe es so satt, immer nur leiden zu müssen. Warum läuft nicht einmal was perfekt in meinem Leben. Was soll ich noch tun?

Da wollt ich meinen Freund heute mal anrufen. Weil er sonst immer nur anruft und sich darüber aufregt, dass ich nie anrufe. Und da ist er nicht daheim. Und genau das ist der Grund, warum ich nicht anrufe. Entweder keiner da oder er ist grad irgendwo wo es nicht so passt oder irgendwas. Und das ärgert mich extrem. Ich komme mir total verstoßen vor. Vielleicht ist das ne Überreaktion, aber so reagiere ich halt. Egal wo ich anrufe, von wem ich was will, ganz egal was, ich werde immer abgewimmelt. Die ganze Welt ist gegen mich, so hab ich das Gefühl. So lasse ich es halt und wenn wer was von mir will muss er sich halt melden. An dieser Scheisse sind meine Eltern auch mit Schuld. Von meinem Vater war es ja schon zu viel verlangt, mit mir Eis essen zu gehen. Der hatte nie Bock, was zu unternehmen. Da hab ich halt aufgehört irgendwas zu wollen. Bei meiner Mutter ähnlich. Siehe den Abschnitt mit dem Rockzipfel. Und die war auch immer viel zu sehr mit ihren Kerlen beschäftigt. Ich konnte ja selber in meinem Zimmer irgendwas machen. Hm ja alles klar.

Ich glaube, ich kann die ganze Nacht noch fortfahren, mein Leid niederzuschreiben, die Erinnerungen und diese Schmerzen. Nun höre ich aber auf und kann den Eintrag nur so beenden wie ich ihn angefangen habe, nämlich, dass es wohl schlimmere Schicksale gibt. Aber meins ist auch schlimm für mich.

Eigentlich will ich gar nicht Schluss machen jetzt. In mir brodelt es noch so. Ich will doch nur, dass alles endlich gut wird

24.8.11 23:40


Ein Stich ins Herz

So. Jetzt hatte ich den Blog eingerichtet und doch habe ich es nicht geschafft ihn kontinuierlich zu führen. Aber heute bin ich wieder da.

Momentan ist alles sehr schwierig. Mein Freund ist in Bayern und macht dort seinen Job und ich bin die Woche über allein. Ganz allein. Bis auf die Katzen. Die sind aber nicht sehr verschmust, was meine Stimmung also auch nicht sonderlich hebt. Schmusekatzen sind toll. Aber unsere sind eben wie sie sind. Ich hoffe einfach weiter. Bin trotzdem froh, dass sie da sind.

Jedenfalls herrscht in mir ein großes Chaos. Jetzt wo er weg ist. Ich muss etwas ändern an mir. Sonst ist er absolut weg. Dann ist Schluss. Ich muss mein Leben endlich in den Griff bekommen. Letzte Woche habe ich ausgesprochen gut überstanden, ich war total hoffnungsvoll und motiviert. Aber diese Woche ist nicht mehr ganz so leicht. Die Einsamkeit zehrt. Und es kommen Erinnerungen hoch an früher. An meine Jugend, die ich auch nur alleine im Zimmer verbracht habe... Ich reflektiere und versuche Lösungsansätze zu finden. Doch vor mir liegt ein großer Berg den ich bezwingen muss. Ich schaue immer nur auf zur Spitze, zu der ich hin will, und ich will dort unbedingt hin, aber dann sehe ich den Weg, den langen steinigen Weg, den ich noch vor mir habe, und dann frage ich mich wie ich das nur schaffen soll... Ich weiss, dass ich den Weg einfach gehen muss, und immer weiter gehen muss. Bisher wollte ich aber immer alles sofort und das will ich jetzt auch. Ich bin kein Freund von harter Mühe, ohne die Gewissheit zu haben, dass es sich am Ende lohnt. Ich brauche immer eine Gewissheit. Jedoch erkenne ich gerade, dass alles im Leben ungewiss ist. Ich muss es nur hinkriegen, damit zu leben. Man kann nicht für alles eine Sicherheit haben.

Nun muss ich irgendwie noch herausfinden, warum ich so viel Sicherheit brauche. Und da habe ich auch schon einen Ansatz. Vielleicht ist es auch schwachsinnig. Aber ich muss dabei auf meine Kindheit zurück kommen. Vor allem meine Mutter. Ich habe nie irgendeine Bestätigung bekommen in dem, was ich tat. In welcher Form das auch hätte sein können. Meine Mutter hat immer alles in Frage gestellt. Das tut sie heute noch. Deswegen hab ich ihr irgendwann auch nichts mehr erzählt, ich habe mich abgeschottet von ihr. Und irgendwie auch von allen anderen Menschen. Ich habe das Vertrauen komplett verloren. Ich habe niemehr jemanden an mich heran gelassen. Kein Wunder, dass ich depressiv wurde... Ich ertrage es nicht mehr. Dieser skeptische Blick von ihr, und ihre Fragen und Sticheleien mit diesem vorwurfsvollen Unterton. Es kommt kein positives Feedback. Sie erfährt von mir nur noch Oberflächliches. Gefühle und Wünsche bleiben unerwähnt. ... Zurück in die Vergangenheit. Ich kann mich noch erinnern, dass sie oftmals zu mir sagte, ich solle ihr nicht ständig am Rockzipfel hängen. Da war ich noch ein Kind. Unter 10. Gibt es eigentlich etwas Schlimmeres, als sowas zu seinem Kind zu sagen? Kinder hängen eben an ihrer Mama und so war es auch bei mir. Ich kann es gerade alles noch genauso nachfühlen, wie es damals war. Es ist ein Stich mitten ins Herz.

...

Habe ich vielleicht eine Ursache entdeckt, warum mein Leben so beschissen verlaufen ist?... Ich muss das verarbeiten und etwas Neues daraus machen. Das ist der einzige Weg. 

Irgendwie komme ich selbst nicht an mich heran. Ich schreibe diese Zeilen, meine Gedanken nieder, und gleichzeitig merke ich, wie ich immer noch in meinem alten Verhaltensmuster bin. Das muss endlich aufhören. Ich muss lernen, auch nach außen ich selbst zu sein. ich muss auf alle scheißen. Es sagt sich so leicht. ... Im Prinzip weiss ich genau, was zu tun ist. Ich habe nur nicht den Mut dazu. Es braucht verdammt viel Mut. Es ist wie wenn ein verstoßenes Tierbaby in der freien Wildbahn versucht zu überleben. Ich bin unerfahren und muss schauen, wie die Umwelt reagiert, was sie alles birgt. Ich komm mir vor wie ein Neugeborenes in einem erwachsenen Körper. Ich weiss, dass es viele Gefahren gibt und das macht es nicht leichter.

Irgendwie versuche ich mich schon wieder rauszureden. Ich habe mich gerade selber erwischt. Alles was ich tun muss, ist die alten Lasten von mir abzulegen und nur noch nach vorne zu schauen.  Ich weiss nicht, was das Risiko ist, aber ich muss es eingehen. Es kann nur besser werden. Es KANN nur besser werden. Es kann wirklich nur besser werden. Wirklich. Geht das jetzt mal in meine Birne rein!?!

14.7.11 23:46


Ich mach mein Leben selber!?

Ich hatte heute frei und draußen schien die Sonne. An und für sich ein wunderbarer Tag. Aber ich natürlich hatte keine Lust auf gar nix und auch jetzt noch nicht.

Eigentlich habe ich es satt. Immer nur weitermachen. Ohne eine Aussicht auf Besserung.

Hachja.

Zwischen mir und meinem Vater herrscht auch schon wieder seit 2 Wochen Funkstille. Ich weiss genau, dass er sich nicht meldet, weil er wartet, dass ich mich melde. Aber das kann er lange. Letztens waren 8 Wochen Funkstille. So richtig scheint er sich eh nicht zu interessieren für mich und mein Leben. Wenn wir uns sehen, gibt es was zu essen, der Fernseher läuft und ab und an wird sich über ein oberflächliches Thema unterhalten.

Mein Vater ist manchmal sehr aufbrausend und sehr gemein. Seine Freundin kriegt das sehr zu spüren. Allein wenn ich da zusehen muss, krieg ich Angst. Ich muss zugeben, dass ich manchmal gewisse Verhaltensmuster von ihm bei mir selbst entdecke. Das schockiert mich umso mehr, denn so will ich nicht sein.

Ich habe letztens daran gedacht, was meine Mutter nach der Scheidung für einen Tyrann hatte. Der toppt meinen Vater noch um Meilen. Aber egal.

Mein Vater ist wahrscheinlich total eingeschnappt, weil er sich die letzten beiden Male "bemüht" hat und jetzt kommt von mir immer noch nix. Für die Hintergründe interessiert er sich ja auch nicht mal. Da wird halt gezickt. Selbst wenn ich mich jetzt melden würde oder mich bereits gemeldet hätte, wäre die Stimmung total angespannt gewesen. Das ist echt kein Gefallen.
Ich bin ja schon seit einigen Wochen am überlegen, den Kontakt ganz abzubrechen. Weil ich abschließen muss. Der Kontakt belastet mich doch ganz schön. Es besteht ja auch kein Vertrauen.
Ich glaub, ich mache es wirklich. Ich muss wirklich mal daran denken, was das Beste für mich ist, und so kann es wirklich nur besser werden. Und ich bin wirklich alt genug um endlich mal meine eigenen Prioritäten zu setzen. Ich mach mein Leben selber.

Dieser Satz klingt gut. "Ich mach mein Leben selber." Der motiviert mich grade voll. Genau. Und jeder, der mich dabei irgendwie behindert, der wird rausgekickt. So hart es auch klingt. Ich kann nicht einfach weiter irgendwie so rumwurschteln und auf Biegen und Brechen ein Leben führen mit dem ich nicht zufrieden bin. Jetzt mache ich selber die Regeln. Und zwar nicht nur ein Paar, sondern alle.

Ich habe auch überlegt den Kontakt zu meiner Mutter + Familie abzubrechen. Aber da bin ich mir noch nicht so sicher. Eigentlich ist der Kontakt auch sehr schleifend. Der Unterschied ist aber, dass mir auf der Seite bisher keiner wirklich böse war deswegen. Aber zu überlegen ist es trotzdem, den Kontakt abzubrechen. Weil wenn ich mit der Vergangenheit abschließen will, dann auch mit dieser Seite, weil sie auch dazu gehört.

21.3.11 19:18


Ansätze...

Ich weiss nicht, was ich will. Ich weiss nicht einmal, was ich gerade in diesem Moment gerne tun würde. Ich weiss es einfach nicht. Bis mir da was einfällt können Stunden vergehen, wenn überhaupt...
Warum ist das so? Wenn ich mich das frage, dann ist da nur eine ewige Leere in meinem Kopf. Ich will nichts tun. Verdammt. Nicht jetzt und überhaupt niemals. Soll heißen, ich will schon, aber da ist nichts. Da ist einfach nichts. Ich bin kein Mensch, mann. Was bin ich für eine Kreatur, die nix anzufangen weiß mit sich und ihrem Leben?

Irgendwie muss ich herausfinden, wie das soweit gekommen ist. Oder ob ich schon so geboren wurde. Kann ein Mensch so geboren werden? Ich muss überlegen...
...wenn, dann muss es in früher Kindheit schon angefangen haben...
...als ich aufs Gymnasium kam, war das alles schon so, also in der 5.Klasse...
...schon die Zeugnisse der Grundschule sagten aus, dass ich so zurückhaltend bin... aber da war es vielleicht nocht nicht zu spät... es hat sich aber keiner darum gekümmert und somit bin ich verkümmert...

Ich betrachte mich heute und sehe, was aus mir geworden ist. Es ist entsetzlich.

Ich bin vollkommen anders. Jemanden wie mich gibt es nicht noch einmal. Nicht mal annähernd. 

Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung. Wurde mir mal diagnostiziert. Jedoch das Ausmaß ist immens. Mittlerweile würde ich es als Persönlichkeitsschwund bezeichnen. Wenn da überhaupt jemals eine Persönlichkeit existiert hat hinter meiner Maske. Vielleicht wollte da mal sowas in der Art heranreifen, aber es... es wurde aufgehalten.

Mein Zustand ist unfassbar. Es ist unmöglich, so zu leben, und doch muss es irgendwie gehen. Ich muss einfach nur den Kopf schütteln, wenn ich mir klar mache, dass es sowas wie mich wirklich gibt. Mich gibt es.

Tief im Inneren spüre ich, dass sich an meinem Leben nichts ändern wird. Das ist unmöglich. Ich weiß gar nicht, wie das Leben anders sein sollte. Ich werde trotzdem alles daran setzen, irgendwie normal zu werden. Oder zumindest mich in diese Richtung zu bewegen.
Entweder sitze ich die Strafe ab...oder ich breche aus. Ich bin mit diesem Leben gestraft. Ich will ein anderes.

16.3.11 15:01


Neuer Blog - neues Leben?

So, ich muss es nochmal mit einem Blog versuchen. Irgendwas wird es schon bringen. Ich muss irgendwo mein Zeug hinschreiben. Wenn alles in meinem Schädel bleibt dann macht der nicht mehr lange mit.

Es ist wieder soweit, dass ich überhaupt nicht mehr klar komm. Es wächst mir alles über den Kopf und es kommt mir so vor, als ob ich meine ganze Kraft nur dafür aufbrauche, die Probleme vor mir her zu schieben und aufzupassen, dass ich dabei nicht den Willen verliere, weiter zu machen.

Ich habe absolut keinen Spaß am Leben, hatte ich auch noch nie. Wirklich nicht. Das ist mir jetzt bewusst geworden. Hinter allem, was ich tue, steht irgendein Zwang.

Ich glaube, mein wahres Ich ist sehr weit in den Hintergrund verdrängt. Ich kenne mich selbst überhaupt nicht. Ich habe eine Maske auf, tagtäglich, in Gesellschaft und auch allein, draußen und drinnen. Ich kenne mich nur mit dieser Maske. Die Person dahinter kennt keiner. Manchmal klopft sie an und bettelt, dass sie raus darf, aber die Türen sind verriegelt. Zugeschweißt. Ein Verlies, ein Kerker.
Die Jahre sind ins Land gestrichen. Viele Jahre. Sehr viele. Der Mensch wird schwächer und fängt an durchzudrehen, womöglich frisst er sich schon selber auf. Dieser Mensch hinter der Maske. Er kann nichts weiter tun. Er kann nicht ausbrechen. Die Maske ist leblos, nur ein Roboter, die Maske kann auch nichts tun.
Wer hat diesem Menschen das angetan? Wer hat ihn auf Ewigkeit eingesperrt?

Manchmal finde ich das ungerecht. Warum ich. Manchmal denke ich aber auch, dass ich es verdient haben muss. Aber erklären kann ich es mir nicht.

Alles, was ich bisher getan habe, war immer im Interesse der Anderen. Ich war nie ein schlechter Mensch. Ich habe immer versucht, es jedem recht zu machen. Jedem, außer mir selber.

 

Fortsetzung folgt...

16.3.11 11:14





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