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Ein Stich ins Herz

So. Jetzt hatte ich den Blog eingerichtet und doch habe ich es nicht geschafft ihn kontinuierlich zu führen. Aber heute bin ich wieder da.

Momentan ist alles sehr schwierig. Mein Freund ist in Bayern und macht dort seinen Job und ich bin die Woche über allein. Ganz allein. Bis auf die Katzen. Die sind aber nicht sehr verschmust, was meine Stimmung also auch nicht sonderlich hebt. Schmusekatzen sind toll. Aber unsere sind eben wie sie sind. Ich hoffe einfach weiter. Bin trotzdem froh, dass sie da sind.

Jedenfalls herrscht in mir ein großes Chaos. Jetzt wo er weg ist. Ich muss etwas ändern an mir. Sonst ist er absolut weg. Dann ist Schluss. Ich muss mein Leben endlich in den Griff bekommen. Letzte Woche habe ich ausgesprochen gut überstanden, ich war total hoffnungsvoll und motiviert. Aber diese Woche ist nicht mehr ganz so leicht. Die Einsamkeit zehrt. Und es kommen Erinnerungen hoch an früher. An meine Jugend, die ich auch nur alleine im Zimmer verbracht habe... Ich reflektiere und versuche Lösungsansätze zu finden. Doch vor mir liegt ein großer Berg den ich bezwingen muss. Ich schaue immer nur auf zur Spitze, zu der ich hin will, und ich will dort unbedingt hin, aber dann sehe ich den Weg, den langen steinigen Weg, den ich noch vor mir habe, und dann frage ich mich wie ich das nur schaffen soll... Ich weiss, dass ich den Weg einfach gehen muss, und immer weiter gehen muss. Bisher wollte ich aber immer alles sofort und das will ich jetzt auch. Ich bin kein Freund von harter Mühe, ohne die Gewissheit zu haben, dass es sich am Ende lohnt. Ich brauche immer eine Gewissheit. Jedoch erkenne ich gerade, dass alles im Leben ungewiss ist. Ich muss es nur hinkriegen, damit zu leben. Man kann nicht für alles eine Sicherheit haben.

Nun muss ich irgendwie noch herausfinden, warum ich so viel Sicherheit brauche. Und da habe ich auch schon einen Ansatz. Vielleicht ist es auch schwachsinnig. Aber ich muss dabei auf meine Kindheit zurück kommen. Vor allem meine Mutter. Ich habe nie irgendeine Bestätigung bekommen in dem, was ich tat. In welcher Form das auch hätte sein können. Meine Mutter hat immer alles in Frage gestellt. Das tut sie heute noch. Deswegen hab ich ihr irgendwann auch nichts mehr erzählt, ich habe mich abgeschottet von ihr. Und irgendwie auch von allen anderen Menschen. Ich habe das Vertrauen komplett verloren. Ich habe niemehr jemanden an mich heran gelassen. Kein Wunder, dass ich depressiv wurde... Ich ertrage es nicht mehr. Dieser skeptische Blick von ihr, und ihre Fragen und Sticheleien mit diesem vorwurfsvollen Unterton. Es kommt kein positives Feedback. Sie erfährt von mir nur noch Oberflächliches. Gefühle und Wünsche bleiben unerwähnt. ... Zurück in die Vergangenheit. Ich kann mich noch erinnern, dass sie oftmals zu mir sagte, ich solle ihr nicht ständig am Rockzipfel hängen. Da war ich noch ein Kind. Unter 10. Gibt es eigentlich etwas Schlimmeres, als sowas zu seinem Kind zu sagen? Kinder hängen eben an ihrer Mama und so war es auch bei mir. Ich kann es gerade alles noch genauso nachfühlen, wie es damals war. Es ist ein Stich mitten ins Herz.

...

Habe ich vielleicht eine Ursache entdeckt, warum mein Leben so beschissen verlaufen ist?... Ich muss das verarbeiten und etwas Neues daraus machen. Das ist der einzige Weg. 

Irgendwie komme ich selbst nicht an mich heran. Ich schreibe diese Zeilen, meine Gedanken nieder, und gleichzeitig merke ich, wie ich immer noch in meinem alten Verhaltensmuster bin. Das muss endlich aufhören. Ich muss lernen, auch nach außen ich selbst zu sein. ich muss auf alle scheißen. Es sagt sich so leicht. ... Im Prinzip weiss ich genau, was zu tun ist. Ich habe nur nicht den Mut dazu. Es braucht verdammt viel Mut. Es ist wie wenn ein verstoßenes Tierbaby in der freien Wildbahn versucht zu überleben. Ich bin unerfahren und muss schauen, wie die Umwelt reagiert, was sie alles birgt. Ich komm mir vor wie ein Neugeborenes in einem erwachsenen Körper. Ich weiss, dass es viele Gefahren gibt und das macht es nicht leichter.

Irgendwie versuche ich mich schon wieder rauszureden. Ich habe mich gerade selber erwischt. Alles was ich tun muss, ist die alten Lasten von mir abzulegen und nur noch nach vorne zu schauen.  Ich weiss nicht, was das Risiko ist, aber ich muss es eingehen. Es kann nur besser werden. Es KANN nur besser werden. Es kann wirklich nur besser werden. Wirklich. Geht das jetzt mal in meine Birne rein!?!

14.7.11 23:46
 
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